95. Jahrestagung
Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.
18. bis 20. Juli 2018
Kongresszentrum Garmisch-Partenkirchen

Grußwort Pflegekongress


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des wissenschaftlichen Beirats des Pflegekongresses, integriert in die 95. Jahrestagung der Vereinigung Bayerischer Chirurgen, möchten wir Sie herzlich in Garmisch- Patenkirchen begrüßen.

Zu diesem Anlass erwarten Sie wertvolle wissenschaftliche und praxisrelevante Beiträge, welche neue Entwicklungen in der Patientenversorgung sowie im Pflegemanagement der Kliniken in Bayern darstellen.

Die „Berufliche Bildung und Akademisierung der Pflegeberufe“ ist mit in Kraft treten des Pflegeberufegesetzes zum 01.01.2020 ein aktuelles Thema. Welche Herausforderungen werden auf die Berufsgruppe zukommen? Wie gestalten sich die gesetzlichen Vorgaben und wieweit sind die Berufsfachschulen und Universitäten in Bayern vorbereitet diese Veränderungen zu gestalten? Reagieren die Arbeitgeber auf die neuen Qualifikationsprofile der Pflegenden mit geeigneten Arbeitsplätzen und einer entsprechenden Vergütung? Gibt es genügend Interesse von jungen Menschen an einem Pflegeberuf? Nach einem fachlich theoretischen Blick werden Verantwortliche von Kliniken ihre Modelle und Erfahrungen zur Akademisierung der Pflegenden vorstellen und neue Wege aufzeigen.

Seit Jahren sind die Zahlen über das steigende Lebensalter der beruflich Pflegenden bekannt und das Thema „Altersmanagement“ erlangt eine große Bedeutung. Die Pflegekammer Rheinland Pfalz veröffentlichte 2016 , dass 29,2% der beruflich Pflegenden zwischen dem 51 und 61 Lebensjahr sind, dies bedeutet in den nächsten Jahren werden ein Drittel der Pflegenden in Ruhestand gehen und ihr berufliches Wissen und ihre pflegerischen Fähigkeiten mitnehmen. Ein Drittel der Pflegenden werden aber auch einen altersgerechten Arbeitsplatz in der Pflege benötigen. Eine aktuelle Herausforderung für das Pflegemanagement ist den älteren Mitarbeitern Angebote zu machen, damit diese gesund- und leistungsfähig bis zum Ruhestand eine Beschäftigung haben. Erkenntnisse zur generationsspezifischen Führung sowie viele unterschiedliche Modelle im Bereich „Altersmanagement“ werden vorgestellt um Ideen für neue Projekte zu gewinnen.

Die Elektronische Pflegedokumentation bietet die Chance einen Entbürokratisierungsprozess gezielt durchzuführen und sich endgültig auf eine pragmatische Struktur der Dokumentation der wesentlichen Sachverhalte zu einigen.

Die Prozessunterstützung durch technische Hilfsmittel, sowie die Möglichkeit individuell schnell Zugriff auf wichtige Informationen zur interprofessioneller Versorgung der Patienten zu erhalten sind nur zwei der wesentlichen Verbesserungen im Dokumentationsprozess.

Im Rahmen der Digitalisierung 4.0 lohnt es sich, den Weg zur elektronischen Patientenakte zu gehen. Alle Veränderungsprozesse zahlen sich für den Patienten aus, wenn es gelingt die Mitarbeiter von der neue Dokumentationsform zu überzeugen. Die Möglichkeiten der Entbürokratisierung, sowie vielfältige praktische Erfahrungen in der Umsetzung werden dargestellt und inhaltlich besprochen.

Wir freuen uns sehr, Sie am Pflegekongress in Garmisch-Partenkirchen begrüßen zu dürfen.
 

Andreas Schober

Andreas Schober,
Dipl. Pflegewirt (FH),
stellv. Pflegedirektor Klinikum
Garmisch-Partenkirchen
Norbert Matscheko

Norbert Matscheko M.A. B.Sc.,
Akademiedirektor Bayerische
Pflegeakademie, München
Daniela Deufert

Ass.-Prof. Dr. phil. Daniela Deufert,
UMIT – Private Universität für
Gesundheitswissenschaften,
Hall in Tirol
Medienkooperation:

 

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